Aktuell

10 Years After. 9/11 und die Folgen.
Antifaschistische Hochschultage 2011.

Als am 11. September 2001 zwei von Islamisten gesteuerte Passagierflugzeuge die Türme des World Trade Centers zum Einsturz brachten, hieß es in Politiker- und Fernsehkommentaren, dass von nun an nichts mehr so sei wie bisher. Die Bundesregierung stellte für den Krieg in Afghanistan einige Einheiten zur Verfügung; ein Teil der Linken ergriff auf Demonstrationen mit Amerika- und Israelflaggen Partei für den »War on Terror«; und es schien sich ein Problembewusstsein gegenüber dem Islam zu entwickeln. Bereits ein Jahr später rettete ein amerikafeindlicher Wahlkampf die Sozialdemokraten vor der Niederlage bei der Bundestagswahl, und 2003 demonstrierten die zahlreichen Friedensfreunde – von der PDS bis zu den Grünen und der SPD – gemeinsam mit Neonazis gegen den Irak-Krieg. Zehn Jahre nach den Anschlägen will von einer Solidarität mit den USA niemand mehr etwas wissen.
Als Ossama bin Laden Anfang Mai 2011 von amerikanischen Eliteeinheiten aufgespürt wurde, hielt die Aufmerksamkeit gerade bis zur nächsten Unwetterwarnung. Für Israel und Amerika scheinen sich jedoch die schlimmsten Befürchtungen bestätigt zu haben. Vor diesem Hintergrund soll sich im Rahmen der Antifaschistischen Hochschultage mit den Folgen des 11. Septembers und seiner Bedeutung für die Gesellschaftskritik auseinandergesetzt werden.


Donnerstag, 13. Oktober, 19:00 Uhr
Melanchthonianum, Universitätsplatz Halle

Das Ende Israels? Israel und die palästinensische Staatsgründung.
Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat

Mittwoch, 26. Oktober, 19 Uhr
Melanchthonianum, Universitätsplatz Halle

Von New York bis Kairo. Amerika und seine Feinde.
Vorträge und Diskussion mit Bernd Volkert und Justus Wertmüller

Donnerstag, 10. November, 19:00 Uhr
Melanchthonianum, Universitätsplatz Halle

Nothing Left to Lose. Die Linke nach 9/11.
Vortrag und Diskussion mit Magnus Klaue und Jan-Georg Gerber

Freitag, 18. November, 19:00 Uhr
Melanchthonianum, Universitätsplatz Halle

Koran und Kapital. Zum Stand der Islamkritik.
Podiumsdiskussion mit Thomas Maul, Niklaas Machunsky und einem Vertreter der Gruppe Morgenthau



 

 

 

 

„Wir wollen deutsche, nur deutsche Studenten sein“
Es ist wieder so weit: Junge Männer, die sich mit eigenartigen bunten Bändern und Mützchen schmücken, haben sich auf dem Universitätsplatz versammelt. Wer glaubt, hier wirbt der studentische Karnevalsverein um neue Mitglieder, der muss sich eines Besseren belehren lassen. Die jungen Männer, die sich als Mitglieder einer „stu-dentischen Verbindung“ vorstellen, sprechen nicht von Kostümen, Funkenmariechen und Büttenreden, sondern vom „Lebensbundprinzip“, „Gemeinschaft“ und vor allem „Tradition“. Was es mit dieser „Tradition“ auf sich hat, von der sich keine studentische Verbindung distanzieren will, erläutert die AG Antifa.
Artikel zur Geschichte studentischer Verbindungen waehren der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus