Aktuell

19. August 2017

Erinnerungskultur der DDR
Eine Tagesfahrt zur nationalen Gedenkstätte der DDR auf dem Ettersberg. Anhand einer Führung soll sich mit der Darstellung des Nationalsozialismus und der Erinnerungskultur der DDR auseinandergesetzt werden.

Wenige Plätze frei! Eine Anmeldung per E-Mail ist erforderlich!

 

 

AG Antifa (Hrsg.)
Gegen die deutsche Normalität – Interventionen hallischer Antifa-Gruppen (2000-2014)
In dieser Broschüre werden Texte hallischer Antifa-Gruppen aus den Jahren 2000 bis 2014 dokumentiert. Damit wird eine doppelte Zielstellung verfolgt: Zum einen wird die Vorgeschichte aktueller Diskussionen dargestellt, zum anderen soll gezeigt werden, dass der Irrsinn, der kritischen Antifaschisten auch heute noch aus den einschlägigen Parteizentralen, dem Kulturbetrieb, vom linken Stammtisch oder von der Straße entgegenschlägt, schon vor vielen Jahren seziert wurde. Möglicherweise kann damit ein kleiner Beitrag zur Herausbildung des historischen Bewusstseins geleistet werden, das der Linken fehlt.

Die Broschüre kann per E-Mail bestellt werden.


 

 

 

Aus aktuellem Anlass

Unter die aktuellen Studierendenproteste hat sich ein altbekannter Neonazi gemischt. Sven Liebich vertreibt Protestshirts, von deren Erlös angeblich Spenden an den Studierendenrat gehen würden. Dass Liebich alles andere als ein harmloser Klamottenverkäufer ist, ist in einem etwas älteren Beitrag im Antifaschistischen Rundbrief nachzulesen. Mehr auch zu seinen jetzigen Aktivitäten: Hosen runter – Antifa-Infoportal.

 


Aus aktuellem Anlass

Die AG Antifa ist es gewohnt, denunziert, aus der Anonymität heraus verleumdet und mit haltlosen Vorwürfen konfrontiert zu werden. Das bringt es mit sich, wenn man seit fünfzehn Jahren mit Informationsveranstaltungen, Flugblättern und Presseerklärungen gegen Neonazismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit anzugehen versucht. Relativ neu ist, dass diese Angriffe nicht von rechts sondern auch von links kommen. Dieses Novum dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass sich die AG Antifa keiner Partei oder Strömung verpflichtet fühlt, sondern antiaufklärerisches Denken auch dann kritisiert, wenn es von links kommt (weiter zur Selbstdarstellung). Wer das, wie jüngst geschehen, als „antideutsch“ bezeichnen will, kann das gern tun. Es waren in der Geschichte nie die Verkehrtesten, denen vorgeworfen wurde, „antideutsch“ zu sein: von Heinrich Heine über Kurt Tucholsky bis Thomas Mann und Bertolt Brecht. Dennoch bevorzugen wir andere Begriffe.

Wer sich über die Arbeit der AG Antifa informieren möchte, ist dazu eingeladen, unsere Veranstaltungen zu besuchen, das Buch zu lesen, das wir 2004 im Unrast-Verlag herausgegeben haben, oder ein persönliches Gespräch mit uns zu führen.

  Presseerklärung der AG Antifa vom 25. Oktober 2012
Eklat bei Veranstaltung der Muslimischen Hochschulgemeinde

Am 24. Oktober kam es im Rahmen einer Veranstaltung, die von der Muslimischen Hochschulgemeinde in den Räumlichkeiten der Universität Halle organisiert wurde, zu Drohungen und tätlichen Übergriffen. Besucher der beiden Vorträge, die unter dem Titel „Alle Menschen gleich – oder einige gleicher?“ stattfanden, wurden von einigen der Veranstalter antisemitisch beschimpft, bedroht und tätlich angegriffen. Sie hatten zuvor kritische Nachfragen gestellt. Zudem war es zu Konflikten um die Aufzeichnung der Veranstaltung gekommen. Die Bedrohungen endeten erst mit dem Eintreffen der Polizei.

Der Arbeitskreis Antifaschismus/Antirassismus im Studierendenrat der Universität Halle verurteilt vehement, dass die von der Muslimischen Hochschulgemeinde angekündigte offene Diskussion durch diese selbst verhindert wurde. Darüber hinaus ist es, wie ein Sprecher des Arbeitskreises erklärt, „unerträglich, dass eine Veranstaltung, die vorgeblich der Toleranz dienen soll, in Einschüchterungen, antisemitischen Beschimpfungen und tätlichen Angriffen mündet“.

    „Wir wollen deutsche, nur deutsche Studenten sein“
Es ist wieder so weit: Junge Männer, die sich mit eigenartigen bunten Bändern und Mützchen schmücken, haben sich auf dem Universitätsplatz versammelt. Wer glaubt, hier wirbt der studentische Karnevalsverein um neue Mitglieder, der muss sich eines Besseren belehren lassen. Die jungen Männer, die sich als Mitglieder einer „stu-dentischen Verbindung“ vorstellen, sprechen nicht von Kostümen, Funkenmariechen und Büttenreden, sondern vom „Lebensbundprinzip“, „Gemeinschaft“ und vor allem „Tradition“. Was es mit dieser „Tradition“ auf sich hat, von der sich keine studentische Verbindung distanzieren will, erläutert die AG Antifa.
Artikel zur Geschichte studentischer Verbindungen waehren der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus