Pressemitteilungen 2012

Aus aktuellem Anlass

Die AG Antifa ist es gewohnt, denunziert, aus der Anonymität heraus verleumdet und mit haltlosen Vorwürfen konfrontiert zu werden. Das bringt es mit sich, wenn man seit fünfzehn Jahren mit Informationsveranstaltungen, Flugblättern und Presseerklärungen gegen Neonazismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit anzugehen versucht. Relativ neu ist, dass diese Angriffe nicht von rechts sondern auch von links kommen. Dieses Novum dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass sich die AG Antifa keiner Partei oder Strömung verpflichtet fühlt, sondern antiaufklärerisches Denken auch dann kritisiert, wenn es von links kommt (weiter zur Selbstdarstellung). Wer das, wie jüngst geschehen, als „antideutsch“ bezeichnen will, kann das gern tun. Es waren in der Geschichte nie die Verkehrtesten, denen vorgeworfen wurde, „antideutsch“ zu sein: von Heinrich Heine über Kurt Tucholsky bis Thomas Mann und Bertolt Brecht. Dennoch bevorzugen wir andere Begriffe.

Wer sich über die Arbeit der AG Antifa informieren möchte, ist dazu eingeladen, unsere Veranstaltungen zu besuchen, das Buch zu lesen, das wir 2004 im Unrast-Verlag herausgegeben haben, oder ein persönliches Gespräch mit uns zu führen.

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2021-01-18T18:42:21+01:00Oktober 25th, 2012|Archiv, Pressemitteilungen, Stellungnahmen|

Aufruf zur Demonstration: Insel fluten – Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler!

Insel fluten – Gegen den Volksmob, seine Apologeten und Aufstachler!
Aufruf zur Demonstration in Insel am 8. Juli 2012

In Insel im nördlichen Sachsen-Anhalt finden sich seit letztem Sommer regelmäßig Dorfbewohner zusammen, um zwei Männer, die in den 1980er Jahren wegen Vergewaltigung verurteilt wurden, aus dem Ort zu vertreiben. Zu diesem Zweck haben sie auch den Schulterschluss mit Neonazis geprobt. Ihre Forderungen fanden bei der Landesregierung, bei „Bild“ & Co. zumindest zeitweise Gehör. Anfang Juni versuchte ein 50-köpfiger Lynchmob, das Haus der beiden Männer zu stürmen. Er konnte nur durch vehementen Polizeieinsatz davon abgehalten werden. Die Demonstration „Insel fluten!“ richtet sich weniger gegen die Beteiligung von Neonazis am Protest, sondern gegen die ganz gewöhnliche Lynchmeute vor Ort, gegen die Zugeständnisse der Landesregierung an den Dorfmob und die Hetzkampagne von „Bild“ & Co.

FÜR DIE CHANCE AUF RESOZIALISIERUNG! FREIE WOHNORTWAHL FÜR ALLE!

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2021-01-18T18:43:57+01:00Juli 8th, 2012|Ankündigungen, Archiv|
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